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Ischia. Pflanzen der mediterranen Idylle

Schon aus der Ferne, bei der Überfahrt mit der Fähre, erscheint die Insel für den Betrachter grün. Dieser immergrüne Mantel aus verschiedensten Pflanzenarten brachte der Insel den Beinamen „Isola Verde“ (die „Grüne Insel“) ein. Begünstigt werden das Wachstum und die Vielfalt der Pflanzen durch das mediterrane Klima und den fruchtbaren, vulkanischen Boden. Letzterer kann den Regen der Wintermonate sehr gut speichern, so dass die Pflanzen auch in den trockenen Sommermonaten vom Wasserspeicher im Boden zähren können.

Auf Ischia weit verbreitet ist die typische mediterrane Macchia, eine drei bis fünf Meter hohe Gebüschformation aus immergrünen Pflanzen. Überall im Mittelmeerraum ersetzt sie nach jahrhundertelanger, übermäßiger Nutzung durch den Menschen (Abbrennen, Beweiden, Holzentnahme, agrarische Nutzung) die ursprünglichen mediterranen Steineichenwälder.

Zur Macchie gehören neben der Steineiche unter anderem Myrte, Lorbeer, Steinlinde, Raue Stechwinde und Spitzblättriger Spargel. Typisch auf den vulkanischen Böden sind Baumheide und Erdbeerbaum. Weiterhin trifft man häufig auf Zistrosen, Bergminze, Rosmarin, Salbei, Thymian und Schopf-Lavendel, welche im Frühjahr herrlich blühen und duften. Daneben lässt sich an abgeschiedenen Stellen zwischen den Felsen der Steilküsten noch heute die ursprüngliche, natürliche Vegetation Ischias vorfinden. Hier wachsen beispielsweise Jupiterbart, Baum-Wolfsmilch und Meerfenchel. Eine botanische Rarität der Insel Ischia ist das Zyperngras Cyperus polystachyus, welches aus den Tropen stammt. Auf Ischia tritt es endemisch auf und kann nur ganz in der Nähe von Fumarolen gedeihen, da nur die warmen Wasserdämpfe ihr Überleben während der kühleren Wintermonate sichern.

Des Weiteren existieren noch einige Exemplare des tropischen Farns Woodwardia radicans, dessen Lebensraum die schattigen, feuchten und südexponierten Täler der Insel Ischia sind. Weltweit nur auf Ischia zu finden ist Limonium inarimense, eine Strandflieder-Art, die direkt am Meer auf den Felsen wächst. Perfekt an das Mittelmeerklima angepasst sind auch die Olivenbäume. Wie die Steineichen gehören sie zu den sog. Hartlaubgewächsen, die die lange Trockenperiode im Sommer überdauern können. Die immergrünen Blätter ertragen allerdings nur kurzen Frost im Winter. Olivenbäume erkennt man an ihren silbrig-glänzenden Blättern, während die Steineichen an ihrer dunkelgrünen Farbe schon aus der Ferne leicht zu identifizieren sind.

An den teils hügligen, teils steil abfallenden Nordhängen des Monte Epomeo überwiegt die sommergrüne Esskastanie. Diese gedeiht in höheren Lagen und auf den vulkanischen Böden der Insel Ischia besonders gut. Aufgrund der guten Resistenz und ihrer vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten, wie etwa als Brennholz, Baumaterial oder Nahrungsmittel, wurde sie schon von den Römern verbreitet und wird bis heute forstwirtschaftlich genutzt. Die gewonnenen Holzstangen werden heute auf Ischia beispielsweise im Weinbau verwendet.

Zur Aufforstung von Lavaströmen wurden auf der Insel Ischia verschiedene Arten von Kiefern, wie etwa Schirm-Kiefer, Strand-Kiefer und Aleppo-Kiefer, verwendet. Diese haben den Vorteil, dass sie sich auch auf einem harten Untergrund recht schnell entwickeln können. Von Nachteil ist allerdings, dass die abfallenden Nadeln die Bodenqualität verschlechtern. Die Pinienkerne in den großen Zapfen der Schirmkiefer sind sogar essbar!


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